Fleischersatzprodukte


Tiere mit Symbol
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Fleischersatzprodukte:

Überblick zur großen Fleischvielfalt im veganen Stil


Der klassische Fleischkonsum wird von Ernährungsfachleuten zunehmend kritisch betrachtet. So soll konventionelles Fleisch gesundheitliche Risiken wie erhöhten Blutdruck, einen Cholesterin-Anstieg und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Auch verstärkte Risiken zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall sorgen dafür, dass immer mehr Menschen dem konventionellen Fleischkonsum bye-bye sagen. Hinzu kommt der ethische Aspekt, durch Fleischalternativen etwas gegen die Massentierhaltung zu tun und das Schlachten der Tiere zu vermeiden. Nicht zuletzt wirken sich Fleischersatzprodukte positiv auf die Ökobilanz aus und tragen maßgeblich zum Schutz der Umwelt bei. Welche vegane Fleischalternativen Dir zur Verfügung stehen, zeigt dieser Überblick.


Renner der Fleischersatzprodukte: Seitan - veganer Fleischersatz mit hohem Proteingehalt



Seitan gegrillt
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Seitan ist japanischer Abstammung und hat einen hohen Gluten-Gehalt, denn sein Hauptbestandteil ist Weizenmehl. Das Weizenfleisch wird mittels Wasser ausgespült, sodass die finale Rohmasse aus reinem Weizeneiweiß besteht. So kannst Du sie zum


- Grillen

- Kochen

- Braten und sogar

- Frittieren


weiterverwenden. Da Seitan grundsätzlich geschmacksneutral ist, legst Du es in Brühen, Marinaden oder Soßen ein. Der Proteingehalt ist in Seitan ausgesprochen hoch, weshalb Du durch diese Fleischalternative Deinem Körper wichtige Nährstoffe zuführst. Ungeeignet als veganer Fleischersatz ist Seitan jedoch dann, wenn Du unter Zöliakie - einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten - leidest.


Heiße Konkurrenz für Seitan:

Tofu - eine der beliebtesten Fleischalternativen


Tofu ist ebenfalls eines der Fleischersatzprodukte, die der asiatischen Küche entstammen. Für dessen Herstellung werden Sojabohnen eingeweicht, mit Wasser vermischt, zerkleinert und schlussendlich gefiltert. Beim Erhitzen verfestigt sich die Masse und es folgt eine Pressung zu den kleinen typischen Tofu-Kacheln. Wenn Du vegane Fleischalternativen mit einem hohen Eiweißgehalt suchst, bist Du mit Sojaprodukten wie Tofu hervorragend beraten.


Beliebter Allrounder:

Sojafleisch für spannende Zubereitungsvarianten


Um bei Soja und dessen hohem Proteingehalt zu bleiben, solltest Du Sojafleisch unbedingt kennenlernen. Es nennt sich texturiertes Soja und besteht aus Sojamehl, welches bei der Herstellung von Sojaöl anfällt und entfettet wird. Auch hier fügst Du eine Gewürzmischung oder Marinade für den Geschmack nach Belieben hinzu.


Serviervorschläge


- Soja-Nuggets

- Soja-Steaks

- Soja-Geschnetzeltes

- Soja-Schaschlik


Diese Serviervorschläge kannst Du um Deine eigenen Kreationen ergänzen, denn Sojafleisch bietet ein umfangreiches Verarbeitungsspektrum.


Des Weiteren stecken in Fleischalternativen auf Soja-Basis jede Menge wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und Omega-3-Fettsäuren. Sojafleisch gilt daher als echte Kraftquelle.


Extravaganter Eiweiß-Lieferant: leicht verdauliches Lupinenprotein


Als Hülsenfrüchte, die mit einem besonders hohen Proteingehalt gesegnet sind, sind die Samen von Lupinen ein nährstoffreicher veganer Fleischersatz. Sie lassen sich zu Würstchen und Schnitzeln verarbeiten. Der Anteil an Eiweißprotein liegt bei 36 bis 48 Prozent. Außerdem sind Lupinensamen ein exzellenter Lieferant für Eisen, Kalium, Magnesium und Kalzium. Hülsenfrüchte haben häufig einen blähenden Charakter. Das ist bei Lupinensamen anders, denn er ist auch ohne die Gase leicht verdaulich. Du wünschst Dir vegane Fleischalternativen, die besonders ökologisch sind? Lupinen werden in Europa unter nachhaltigen Bedingungen angebaut.


Fermentierter veganer Fleischersatz: Tempeh aus Indonesien


Das in Indonesien zu den traditionellen Nahrungsmitteln zählende Tempeh macht sich ebenfalls die proteinreichen Eigenschaften der Sojabohnen zunutze. Diese werden einem Fermentationsprozess unterzogen, indem Bakterien das Protein der Sojabohnen zerlegen. Dadurch überzeugt Tempeh mit einer ausgezeichneten Verdaulichkeit und kann einen positiven Einfluss auf das Immunsystem nehmen. Tempeh gehört zu den Fleischalternativen, die Du hervorragend zu einem Pfannengericht verarbeiten kannst.


Vegane Fleischalternativen aus Dinkel: ballaststoffreicher Grünkern


Solltest Du in Deinen Ernährungsplan Fleischersatzprodukte auf Basis von Weizen integrieren wollen, erweitert Grünkern das Portfolio Deiner Fleischalternativen. Damit er lange haltbar bleibt, wird Grünkern nach seiner Ernte einem Trocknungs- und Röstprozess unterzogen. Dieser bringt den typischen Dinkelgeschmack besonders stark hervor. In Grünkern stecken viele lebenswichtige Spurenelemente wie Eisen, Mineralstoffe wie Phosphor und vor allem B-Vitamine. Fleischersatzprodukte mit Grünkern eignen sich insbesondere für eine ballaststoffreiche Ernährung. Grünkern erhältst Du als Grieß- und Schrot-Bratlinge.


Serviervorschläge


- Grünkern-Schnitzel

- Grünkern-Frikadellen

- Grünkern-Fleischklopse


Gegen Zellschäden:

schwarze Bohnen - antioxidativer veganer Fleischersatz


Für eine protein- und ballastreiche Ernährung sind schwarze Bohnen wie gemacht. In ihnen stecken wertvolle Anthocyane - Flavonoide mit einer hohen antioxidativen Wirkung. Somit bieten Dir schwarze Bohnen einen natürlichen Schutz vor Zellschäden, welche entweder hinausgezögert oder bestenfalls sogar vermieden werden können. Schwarze Bohnen lassen sich zu veganen Burgern verarbeiten und kommen als Fleischersatz-Patty zum Einsatz.


Einfach und günstig in der Zubereitung:

Haferflocken für fleischlose Patties


Viele essen Haferflocken zum Frühstück. Du kannst sie nun auch zu köstlichen Burger-Patties verarbeiten. Hierfür vermischst Du Haferteig mit verschiedenem Gemüse und fügst diesem Mix pflanzliche Proteine hinzu. Dazu verwendest Du z. B. rote Linsen. Presse das Gemisch zu einem Patty und genieße es vegan als Hafer-Bratlinge. Alles, was Du dafür benötigst, sind klassische Haferflocken, wie Du sie in jedem Einkaufsmarkt zu einem günstigen Preis erhältst. Neben reichlich Proteinen, wichtigen Aminosäuren und unverzichtbaren Spurenelementen stecken in Haferflocken Kohlenhydrate sowie ungesättigte Fettsäuren.


Exotische Fleischalternative:

Jackfrucht - mit Gewürzen verfeinert ein Genuss


Jackfrucht gehört zur Familie der Maulbeergewächse und ist ein Baum, der die eigentümlichen Früchte trägt. Bei ihrer Ernte sind sie geschmacksneutral, sodass sie zunächst gekocht und anschließend nach Belieben gewürzt werden.


Folgende Marinaden sind bei Jackfrucht empfehlenswert:


- Zwiebel-Knoblauch-Marinade

- Barbecue-Marinade

- Olivenöl-Knoblauch-Marinade

- Tomaten-Marinade

- Kokos-Rauchpaprika-Marinade


Optisch ist Jackfrucht aufgrund der charakteristischen Fasern von konventionellem Fleisch kaum zu unterscheiden. Das Fleischersatzprodukt kannst Du z. B. in einem Burger, Döner oder Wrap bzw. in einer Bowl genießen.


Veggy Beefs:

Leckere Fleischersatzprodukte zum Naschen zwischendurch


Fleischalternativen lassen sich nicht nur zu den Hauptmahlzeiten, sondern auch als kleine Snacks über den Tag verteilt genießen. Hierfür eignen sich die Vsnacks ausgezeichnet. Das Veggy Beef ist in vier verschiedenen Sorten erhältlich, sodass sicher auch für Deinen Geschmack die passende Fleischalternative dabei ist. Ob Spicy, Sweet, Sweet Curry oder Sweet & Spicy: Die kleinen Snacks erfüllen Deine veganen Fleischgelüste.


Fazit


Fleischersatzprodukte stehen Dir in einer großen Varianten-Vielfalt zur Verfügung und bieten reichlich Abwechslung für eine ausgewogene Ernährung. Grundlegend bleibt es Deinen Ernährungszielen überlassen, ob Du Dich für Weizenprodukte, Fleischersatz auf Sojabasis, andere Alternativen oder einen Mix aus all diesen Varianten entscheidest. Bei Soja-Produkten ist der Proteingehalt sehr hoch. Weizenprodukte können für Dich infrage kommen, wenn Du unter keiner Glutenunverträglichkeit leidest. Die leckeren veganen Alternativen zu Fleisch lassen sich durch verschiedene Zubereitungsarten vielseitig verarbeiten. Ob Steak, Geschnetzeltes, Medaillons oder Burger-Patty: Experimentiere gern beim Kochen, Braten, Frittieren und Grillen. Bei allen Varianten ernährst Du Dich ökologisch und im Hinblick auf das Tierwohl mit Gewissen.

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